Jahresbericht 2025/2026
Wenige Tage vor Weihnachten riefen wir gemeinsam mit anderen Trägern der Freien Wohlfahrtspflege in Stuttgart zu einer Demonstration auf. Fast 1.000 Menschen kamen am Wilhelmsplatz zusammen, um ein Zeichen gegen die geplanten Haushaltskürzungen der Stadt Stuttgart in den Bereichen Soziales, Kultur und Bildung zu setzen.
Mit dieser Demonstration und weiteren Aktionen wollten wir deutlich machen, was auf dem Spiel steht, wenn der Gemeinderat pauschalen Kürzungen zustimmt: unsere solidarische Stadtgesellschaft, in der Menschen in Not Unterstützung finden und niemand übersehen wird. Denn diese Einsparungen treffen vor allem diejenigen, die ohnehin wenig Gehör finden. Umso klarer war unsere Botschaft: "Wer, wenn nicht wir, steht für diese Menschen ein?"
Am 19. Dezember 2025 stimmte der Gemeinderat der Stadt Stuttgart mehrheitlich für die Kürzungen. Diese - vor dem Hintergrund der finanziellen Situation zu diesem Zeitpunkt notwendige - Entscheidung stellt die Verantwortlichen für die soziale Daseinsvorsorge vor eine große Herausforderung: Wie können wir weiter für Menschen in Not dableiben, wenn die Rahmenbedingungen es kaum noch zulassen? "Der Sturm wird stärker. Macht nichts, ich auch", so Pippi Langstrumpf. Wir werden mutig und kreativ die Zukunft gestalten und finanziell wie konzeptionell tragfähige Lösungen entwickeln. Denn natürlich möchten wir unsere Stadt gerade in schwierigen Zeiten mitgestalten. Für die Menschen da zu sein - dafür setzen wir uns ein, und dafür stehen wir als Verband zusammen.
Unser neuer Jahresbericht zeigt, wie vielfältig unser Engagement in und für die Stadt Stuttgart ist. Dafür sind wir gut gerüstet: Unsere mehr als 2.300 Mitarbeitenden setzen sich jeden Tag mit großem Engagement, Fachwissen, Herzblut und Flexibilität für die ihnen anvertrauten Menschen ein.
Im Bericht stellen wir Ihnen unter anderem die Ordensschwestern vor, die seit vielen Jahrzehnten einen unschätzbaren Dienst in unseren Einrichtungen leisten. Wir berichten von Mitarbeitenden, die geflüchtete Menschen unterstützen, deren Alltag durch die Einführung der sogenannten Bezahlkarte noch schwieriger geworden ist. Und wir gehen gemeinsam mit unserem Bereichsleiter Harald Wohlmann der Frage nach, für wen diese Stadt da ist.
Unsere Antwort ist klar: für alle Menschen.
