Veranstaltung

18. Januar 2017

Gegen das Vergessen - aus der Geschichte lernen

Die Vergangenheit der Psychiatrie in Deutschland ist untrennbar mit dem Euthanasieprogramm der National-sozialisten verbunden. Selbstverständlich hat sich zwischenzeitlich vieles grundlegend verändert: Die Entstehung und Etablierung einer stabilen Demokratie ermöglichte die Entwicklung einer humaneren Psychiatrie. Diese ist durch einen Paradigmenwechsel von gemeindeferner Unterbringung und Ausgrenzung hin zu gemeindenaher Psychiatrie mit dem Menschen im Mittelpunkt gekennzeichnet. Dennoch darf die Vergangenheit nicht aus dem Blickfeld geraten. So müssen wir uns weiterhin mit verschiedenen Fragen auseinandersetzen: Wo bestehen Analogien zum Denken und zu Haltungen, welche das Euthanasieprogramm überhaupt erst ermöglicht haben? Worin bestehen aber auch qualitative Unter-schiede zum damaligen Menschenbild und dem Verständnis von Gesundheit und Krankheit? Wie ist dies vereinbar mit der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Anspruch auf Inklusion unabhängig von Krankheit und Behinderung?

Veranstaltung im Haus der Katholischen Kirche

Königstraße 7, 70173 Stuttgart, am 18. Januar 2017

18:00 Uhr  Grußwort Bürgermeister Werner Wölfle

18:15 Uhr  Vortrag Dr. Michael von Cranach "Was können wir aus der Geschichte der Psychiatrie für

                   die Zukunft lernen?"

19:00 Uhr  Theatergruppe Backnang "Kannst Du schweigen? - Ich auch!"

Anschließend: Imbiss und Ausklang

Eine Veranstaltung der Landeshauptstadt Stuttgart in Kooperation mit dem Gemeindepsychiatrischen Verbund Stuttgart

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Flyer Veranstaltung "Gegen das Vergessen"