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Seit Juni 2009 gibt es im Caritasverband für Stuttgart e.V. ein Projekt für Menschen und Tauben. Dabei kümmern sich langzeitarbeitslose Menschen um verwilderte Haustauben, zur Zeit am
Hauptbahnhof und an der Leonhardskirche. So soll die Population in der Stadt eingedämmt und kranke Tiere versorgt werden.
Alle Taubenwarte sind derzeit in einem Arbeitsprojekt des Caritasverbandes für Stuttgart e.V. beschäftigt und werden für die Versorgung der Tiere freigestellt. Fachkundige Hilfe erhalten die Taubenpfleger durch Paten
des Tierschutzvereins. Neben der Stadt Stuttgart engagiert sich der Tierschutzverein als weiterer Kooperationspartner dieses
Arbeitsprojektes.
Das Taubenprojekt
Die „Taubenplagen“ in den Stadt bringen ein altbewährtes System, nämlich dem der Taubenschläge, wieder ins Gespräch.Derzeit
gibt es sechs so genannte Taubenwarte, die sich dreimal pro Woche für zwei Stunden um die Tiere kümmern und die Taubenhäuser
säubern. Eine Vermehrung dieser kleinen kontrollierten Population wird durch das Austauschen der Eier gegen Eierattrappen
verringert. Durch eine artgerechte Fütterung, frischem und sauberen Wasser und dem regelmäßigen Desinfektionieren der Schläge wird der Bestand an Tauben gesund erhalten. Um die Pflege kranker und verwundeter Tiere sorgt sich der Tierschutzverein.

Das beispielhafte Versuchsmodell könnte schon bald auch an anderen Orten der Stadt Schule machen: Seitens der Stadt Stuttgart
sind weitere Taubenschläge geplant; es könnte so ein eigenständiges Arbeitsprojekt entstehen. Damit können tierliebe Arbeitslose
eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erhalten und sich für das Gemeinwesen einsetzen. Gleichzeitig könnte das
Elend verwilderter Haustauben abnehmen.

