Suchtkranke Menschen  

Arbeit

Der Bereich Suchthilfen bietet für suchtmittelabhängige Menschen seit 1995 spezielle Arbeitsangebote auf dem Zweiten Arbeitsmarkt an. Es hatte sich gezeigt, dass eine nachhaltige Wiedereingliederung von diesem Personenkreis eng mit der Erlangung eines Arbeitsplatzes verbunden ist. Andere Arbeitshilfeträger konnten dieser Zielgruppe entweder nicht die nötige sozialdienstliche Betreuung oder keinen abstinenten Rahmen gewährleisten.

Mit der speziellen Finanzierung über das Modell "Arbeit statt Drogen" konnte der Bereich Suchthilfen die Arbeitsprojekte aufbauen, die den besonderen Problemlagen der Beschäftigten entgegen kommen:

Die Lederschmiede ist ein Arbeitsprojekt für ehemalige Drogenkonsumentinnen und -konsumenten, die jetzt substituiert sind und (wieder) einen Einstieg in die Berufswelt suchen, und bietet insgesamt 16 Arbeitsplätze in der Lederwarenproduktion und im Verkauf.

Express Yourself ist ein eigenständiges Projekt innerhalb der Lederschmiede. Hier werden "Fremdmaterialien" (z.B. LKW-Planen) zu Taschen o.ä. verarbeitet. Im Café Maus, der Methadonvergabe, Kontakt - und Anlaufstelle für Substituierte, können die Beschäftigten entweder im Thekendienst oder im Rahmen von externen Betriebspraktika tätig sein.

Die Schwäbische Tafel Bad Cannstatt ist ein Lebensmittelladen, in dem bedürftige Menschen zu äußerst günstigen Preisen einkaufen können. Dieses Arbeitsangebot richtet sich, ebenso wie das neue Projekt einer Siebdruckwerkstatt, an cleane Drogenabhängige. In der Siebdruckwerkstatt können seit 01.01.2006 T-Shirts und andere Textilien bedruckt werden.

Die Arbeitsprojekte im Bereich Suchthilfen bieten realitätsnahe Arbeitsplätze. Von stundenweiser Beschäftigung bis hin zu verantwortlichen Aufgaben wie Produktplanung, Verkauf und Ladenleitung ist eine berufliche Entwicklung innerhalb der Projekte möglich. Somit wird den Beschäftigten die Möglichkeit gegeben, sich den Anforderungen des Ersten Arbeitsmarkts schrittweise zu nähern. Eine fundierte Klärung des Entwicklungsbedarfs, gezielte Qualifikation und die Unterstützung durch den Sozialdienst bei der Vermittlung sorgen dafür, dass sie auf dem Ersten Arbeitsmarkt dauerhaft Fuß fassen können.

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